February 2017

Bebauungsplan für ehemaliges Rewe-Grundstück in Schöllnach steht

Der Marktgemeinderat hat am Mittwochabend die Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes "Sondergebiet (SO) Nahversorgung Edeka" auf dem ehemaligen Rewe-Gelände (und früheren Sportplatz) an der Bahnhofstraße 28 beschlossen. Jetzt erfolgt eine vierwöchige Auslegung.

Wenn alles glatt läuft, könnte im April der Satzungsbeschluss folgen und mit den ersten Baumaßnahmen (Abriss des verwahrlosten Gebäudekomplexes) im Juni begonnen werden. Die Fertigstellung des neuen Edeka-Einkaufs- und Getränkemarktes ist für das dritte Quartal 2018 geplant. Projektleiter Günther Schmidl und Projektentwickler Oliver Hühnel von der Ratisbona Holding GmbH & Co. KG (Sitz Regensburg) sowie Architektin Katrin Christoph konnten am Mittwoch im Schöllnacher Sitzungssaal mit zufriedener Miene ihre Unterlagen nach einer knappen halben Stunde wieder einpacken. Nach diversen Umplanungen und Berücksichtigung der Vorgaben für den Schall- und Naturschutz fand die aktuelle Planung bei Bürgermeister Alois Oswald und den Markträten Gefallen.

Zum Sachverhalt: Bereits am 23. September und am 21. Oktober 2015 hat der Marktgemeinderat von Schöllnach die Aufstellung des Bebauungsplanes "SO Nahversorgung Edeka" – eine Maßnahme der Innenentwicklung – beschlossen. Projektleiter Günther Schmidl informierte das Gremium über weitere Aktivitäten: Vom November 2015 bis Januar 2016 habe man die Grundstücksvermessung und eine Altlasten-Untersuchung durchgeführt. Es folgten Gespräche mit dem Landratsamt Deggendorf und mit betroffenen Fachstellen. Überarbeitungen der Planentwürfe seien notwendig gewesen, weil der Emissions- und Naturschutz Nachbesserungen einforderten. In enger Zusammenarbeit sei dann der Wunsch von Edeka umgesetzt worden, den Einkaufsmarkt, Backshop und Getränkemarkt in einem Gebäudekörper unterzubringen. "Es wurden verschiedene Planungen angefertigt, um auch die Interessen der Nachbarn und Anlieger zu berücksichtigen.", sagte Günther Schmidl. Schließlich habe Edeka einer Reduzierung der ursprünglich 105 geplanten Stellplätze auf nunmehr 75 zugestimmt. Architektin Katrin Christoph ergänzte, dass es beim neuen Edeka-Markt eine eingehauste Anlieferzone geben soll. Die Zu- und Abfahrt zum neuen Edeka-Standort soll über die Bahnhofstraße beibehalten werden.